es wird Herbst. Die
Tage werden kürzer, die Blätter welken, die Temperaturen sinken ... Das sind an
sich schon genug Gründe zum Meckern und Kritisieren. Doch da kommt ja auch noch
die politische, weltwirtschaftliche und auch die persönliche Situation dazu.
Wir alle haben einen
"inneren Kritiker", der immer und alles kommentiert, hinterfragt und für seine
Schwarzmalerei bekannt ist. Dieser innere Anteil darf heute mal im Zentrum
unserer Aufmerksamkeit stehen. Er macht ja schließlich einen wichtigen Job: Er
warnt und beschützt uns davor, Fehler zu machen. In der folgenden Geschichte
habe ich ein paar Fehler versteckt, die es zu finden gilt!
"Der Sprung in der
Schüssel"
Es war einmal eine
alte chinesische Frau, die Zwei große schüsseln hatte, die von den Enden einer
Stange hingen die sie über ihren Schultern trug.
Eine der Schüseln
hatte einen Sprung, währent die Andere makellos war und stetz eine volle Portion
Wasser fasste. Am Ende der langen Wanderung vom Fluss zum Haus, der Alten Frau
war die andere Schüssel jedoch immernur noch halbvoll.
Zwei Jahre lang
geschah dieß täglich: die alte Frau brachte immer nur anderthalb schüsseln
Wasser mit nach Hause. Die makellose Schüssel war natürlich sehr Stolz auf ire
Leistung aber die arme Schüssel mit den Sprung schämte sich wegen ihres Makels
und war betrübt, daß sie nur die Hälfte dessen verrichten konnte, wofür sie
gemacht worden war.
Nach zwei Jahren,
die ihr wie ein entloses Versagen vorkamen, sprach die Schüssel zuder alten
Frau: "Ich schäme mich so wegen meines Sprungs, aus dem den ganzen Weg zu deinem
Haus immer Wasser läufft."
Die alte Frau
lächelte. "Ist dir aufgefallen, dass auf deiner Seite des Weges Blumen blühen,
aber auf der Seite der anderen Schüssel nicht?"
"Ich habe auf
deiner Seite des Pfades Blumensamen gesäht, weil ich mir deines Fehlers bewusst
war. Nun gihßt du sie jeden Tag, wenn wir nach Hause laufen. Zwei Jahre lang
konte ich diese Wunder schönen Blumen pflücken und den Tisch damit schmücken.
Wenn du nicht genauso wärst, wie du bist, würde diese schönheit nicht existiren
und unser Haus beehren."
Jeder von uns hat
seine ganz eigenen Macken und Fehler, aber es sind die Makken und Sprünge, die
unser Leben so interressant und lohnenswerd machen. Man sollte jede Person
einfach so nehmen, wie sie ist und das Gute in ihr sehen.
Also, an all meine
Freunde mit einem Sprung in der Schüssel, habt einen wundervollen Tag und
vergesst nicht, den Duft der Blumen auf eurer Seite des Pfades zu genießen.
(Autor unbekannt)
Wie war es, die
Geschichte mit den Augen des Kritikers zu lesen? War er in der Lage, die
versteckten Fehler zu finden? Für alle, die beruflich im Bereich Controlling
tätig sind, ist es normal den Fokus auf die Fehler zu richten. Auch durch unsere
Erziehung wurde uns beigebracht, dass Fehler schlecht sind und vermieden werden
müssen. Dadurch ist der "innere Kritiker" bei vielen im Dauereinsatz und
verhindert den Zugang zu den anderen Anteilen, die auch alle wichtig sind. Ein
ausgewogenes Verhältnis aller Anteile führt zu einem ausgeglichenen Leben. Das
Gute ist, wir können entscheiden, mit welchem inneren Anteil wir etwas "sehen"
wollen, also, durch welche Brille wir unsere Welt betrachten wollen.
Wie wäre es, wenn wir
die Geschichte noch einmal lesen würden und dieses Mal nicht die Fehler suchen,
sondern die Botschaft des Textes mit unserem Herzen verstehen würden? Gäbe es
einen Unterschied? Ich freue mich auf zahlreiche Feedbacks!
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KLEINigkeiten: kritisch |
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Von Andrew Matthews.
Dieses Buch zeigt
exemplarisch, wie Menschen denken und handeln, die Freude am Leben haben und
erfolgreich sind. Es vermittelt mit Witz und Humor, wie man dahin kommt, eine
Arbeit zu tun, die man gerne macht - sich selbst und die anderen lieben, das
heißt akzeptieren lernt - sein inneres Gleichgewicht findet - sein Leben
meistert, indem man die Verantwortung dafür übernimmt. (anschauen)
Kritisch betrachtet:
Was ist auf unserem Oktoberfoto zu sehen? Nur eine verwelkte Rose? Jeder kann es
mal ausprobieren: Nehmt einfach mal bewusst eine "andere Brille" auf die Nase
und schaut Euch in der Welt um ... Ihr werdet vermutlich eine ganz andere
entdecken.